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Juni 1783 bis Februar 1784: der vielleicht gewaltigste Vulkanausbruch in Island in historischer Zeit.

Gut ein Fünftel der Bevölkerung, der Großteil von Vieh, Rindern und Schafen kommt ums Leben. Eine hohe Ascheschicht bedeckt das unfruchtbar gewordene Land, Gletscherschmelze und Überflutungen reißen kleine Ortschaften mit sich. Hungersnot herrscht und selbst die kirchliche Obrigkeit kann die Abgaben der ohnehin bettelarmen Bauern und Fischer nicht eintreiben.

Der König in Kopenhagen (denn Island gehörte damals wie Norwegen zum Königreich Dänemark)und sein Parlament fragen sich, was sie mit diesem Landstrich überhaupt noch anfangen sollen, wenn schon von dort keinerlei Steuern mehr zu erwarten sind. Die Idee heißt dann: wir holen die als Arbeitskräfte irgendeiner Art brauchbaren Männer ab, bringen sie als Fischer nach Nordnor-wegen oder als Manufakturarbeiter nach Seeland. Und die anderen, die Alten, die Kranken, die alleinstehenden Frauen ? Die sollen bleiben und mal schauen, wie sie überleben können.

Dagegen aber gibt es einen Einwand: geht ein solcher Transport ? Haben wir dazu genügend Schiffe, die wir gerade nicht anderweitig brauchen ? Muss man am Ende wochenlang das Militär einsetzen ? Ein Inspektor wird nach Island geschickt, der prüfen soll, wie das Ganze geht.

Und dessen Reise verfolgt Birigsson in seinem Roman. Und er läßt ihn in die Merkwürdigkeit dieser Welt fast und teils sogar jenseits des Polarkreises eintauchen und sich darin verlieren.

Bis er am Ende dabei beinahe selbst ums Leben kommt.

Bergsveinn Birgisson, Quell des Lebens Residenz Verlag

304 Seiten   24,- €